Ich wache auf, Regen. Ich mache Kaffee, Schneeregen. Ich bekomme Hunger, bewölkt. Mittagsruhe, Binnfädenregen – passt. Ich muss einkaufen, Hagel. Ich geh ins Bett, weil wenn der Frühling nicht da ist, bin ich es auch nicht.

 

Also Zeit für 5 Dinge, die ich als Autor tue, um den Frühling herbeizulocken!

 

Mach Eins: Tu es wie die Kinder. Augen zu, wenn ich es nicht sehe, dann ist es auch nicht da. Doof nur, dass die Bettkante genauso TROTZDEM da war, wie die Türzarge … Alternative: Rollläden unten lassen. Von einer Freundin habe ich mir eine Sonnenstrahlenimitationslampe geliehen. Nun ist in meiner Küche so was wie die ultimative Vampirvernichtungszentrale, jedenfalls wenn sie nicht anfangen zu glitzern, aber wenn sie glitzern, dann ist das auch gut! Sicher vor bösen Vampiren, bereit für Glitzervampire im Astralkörper und im Schein einer 10.000 Lux-Birne erarbeite ich einen Plan meine Küche so schön zu machen, dass es den Anschein machen wird, dass ich auf den Frühling verzichten kann. Plan den echten Frühling eifersüchtig zu machen. Nach zwei Tagen musste ich doch raus und was soll ich sagen, genauso wie mein Ehemann hat auch der Frühling reagiert, nämlich gar nicht. Es regnet, schneit, hagelt und ansonsten ist es weiterhin kalt.

 

Mach Zwei: Wenn Eifersucht nicht zieht, dann Haben wollen. Ich schmeiße mich also in Schale. In Frühlingsschale! Sonnengelb wie die Löwenzahnblumen, luftig leicht wie die Schmetterlinge und penetrant glücklich, wie die Singvögel, trete ich in den Garten und tanze barfuss im matschigen Rasen. Fazit: Schnupfen, aber die Regenwürmer fanden es gut und sie kamen reichlich, was die Vögel wiederum gut fanden und aufhörten zu singen, um zu essen. Soll der Frühling doch sehen wo er bleibt ohne die fröhlichen Vögel und die Löwenzahnblumen habe ich auch ALLE mit ins Haus genommen!

 

Mach Drei: Wie bei der Erziehung ignoriere ich unerwünschtes Verhalten. Zwar kleide ich mich jetzt dem Wetter angepasst, aber und hier kommt der Knackpunkt: Ich begrüße das Wetter! Ja, ist mir nämlich völlig gleich, ob es regnet, schneit, kalt ist oder so, ich habe tolle Klamotten für jedes Wetter. Gummistiefel mit lustigen Punkten drauf und Regenschirm mit Smileys. Ich schreibe Einladungen zum Grillen und denke super, keiner sieht mir das fette Essen an in Pullover und Jacke. Astrein. Gießen braucht man auch nicht, ich streu Dünger und denke wie pfiffig ich bin, dass der Regen die ganze weitere Arbeit macht. Blumen gibt es auch im Supermarkt, Sangria schmeckt auch heiß und scheiß auf Frühling, ich flieg in die Karibik, da ist immer Sommer.

 

Mach Vier: Hilfe holen. Ich hatte regen Kontakt mit Halle Berry, also eigentlich mit Storm aus der X-Men Reihe, die das Wetter beherrscht. Leider weist Frau Berry mich darauf hin, dass sie im letzten Teil gestorben ist. Ich beruhige sie, denn ich bin Autorin und was heißt es heutzutage schon im letzten Teil gestorben zu sein? Wir rollen ja jetzt immer von hinten auf und schreiben ein Prequel! Die gute Nachricht: Für ca. 1,5 Millionen wäre sie dabei. Die schlechte Nachricht: Vor Sommer 2018 hat sie keine Zeit …

 

Mach Fünf: Lutscher kaufen. In alten Überlieferungen wird dokumentiert, dass das gegen schlechtes Frühlingswetter hilft. Also, Lutscher lutschen! (Ich räume ein, dass es durchaus ein paar Übersetzungsfehler gegeben haben kann, was aber in Anbetracht leckerem Süßkrams nicht überwertet werden sollte.)


#5verrückteDingeFrühlingszauber.

Gerne auch bei anderen Frühlingswetter-Beschwörungsexperten reinlesen <3

http://elke-aybar.com/5-dinge-die-eine-autorin-auf-eine.../

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